Der Alternative Frühling

Der 5. Geburtstag des Alternativen Frühlings Heidelberg – und damit eine aufregende Zeit – geht mit dem Abschluss von insgesamt 16 Veranstaltungen in verschiedenen kulturellen Bereichen zu Ende.

2017 war es unser Ziel, das Thema Leerstand in Städten besonders hervorzuheben. Da dies nicht nur Heidelberg sondern auch viele andere Kommunen betrifft, haben wir das Gespräch unter Bürgern initiiert. Es wurden Räume für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die sonst nicht betreten werden dürfen. So wurde den Heidelbergern die Möglichkeit gegeben, sich selbst ein Bild der Leerstandssituation zu machen und das Potenzial dieser Räume wahrzunehmen.

Der gelungene Auftakt des Alternativen Frühlings wurde mit dem Straßenmusikfestival in der Heidelberger Innenstadt und der Eröffnungsparty in der alten Milchzentrale am 13.05. geschaffen.

Bei diesen Veranstaltungen wurde öffentlicher Raum als Bühne für den Ausdruck kreativen Schaffens genutzt oder sogar nicht-öffentlicher Raum für die Bürger Heidelbergs zeitweise zugänglich gemacht – so wie die alte Milchzentrale in der Bahnstadt. Eine Tanzveranstaltung wurde an einem ungewöhnlichen Ort, nämlich in der Bibliothek des DAI Heidelberg, veranstaltet.

Zu einigen Highlights gehörte das Open Air Kino, bei dem wir am 16.05. in Kooperation mit dem Medienforum Heidelberg e.V. “Wenn der Vorhang fällt” zeigten. Am 17.05. präsentierten wir in Kooperation mit dem Mannheimer Kurzfilmfestival “Zum Goldenen Hirsch” 13 Kurzfilme aus der Rhein-Neckar-Region.

Bei der Leerstandstour durch Heidelberg, die in Kooperation mit der Website leerstandsmelder.de am 20.05. stattfand, wurden leerstehende Räume im gesamten Stadtgebiet aufgedeckt und auch in einer Datenbank festgehalten.

Während der vorhergehenden Vollversammlung Gegenwartskultur am 19.05. wurden kontemporäre kulturelle Themen zur Diskussion freigegeben und in kleinen Gruppen lösungsorientiert bearbeitet.

Im Anschluss fand die Ausstellung “Wir haben einen (T)Raum”  vom 19.-21.05. in einem ungewöhnlich spannenden Umfeld statt – in der alten Milchzentrale in der Bahnstadt.

Zur Abwechslung sorgte der von der PYURE-Crew veranstaltete “Wellenzeit”-Workshop sorgte im Club der halle02 für außerordentlich viel Bewegung.

Bei der Funkloch Jamsession am 24.05. konnten Pendler und Musikfans zum Verweilen im schnelllebigen Hauptbahnhof animiert werden und toller Live-Musik lauschen.

Die Schlusskundgebung an der Ochsenkopfwiese am 27.05. bildete eine wichtige Projektionsfläche für die Anliegen der Bewohner Bergheims und ganz Heidelbergs – nämlich öffentliche Flächen auch für die Bürger zur Nutzung freizugeben.

Nach diesem Anstoß liegt es nun an den kulturellen Akteuren der Stadt, die ins Rollen gebrachte Diskussion weiter am Leben zu halten und künftig den Heidelbergern die vereinfachte Nutzung öffentlichen Raums zu ermöglichen.

Ein großes Dankeschön zum Schluss gilt vor Allem den Mitwirkenden des Alternativen Frühlings, dank denen das Festival mit Leichtigkeit verlaufen konnte. Besonderen Dank richten wir dabei an das DAI Heidelberg, die Breidenbach Studios, die halle02, die PYURE-Crew und den Raumfänger. Ebenso möchten wir uns bei allen Akteuren bedanken, die mit ihren Performances, Werken und Diskussionsbeiträgen das diesjährige Festival zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

Haltet euch für den nächsten Frühling schon mal dieses Datum fest, denn dann gehen wir in die 6. Runde!

28.04.-13.05.2018

Wir hoffen, dass ihr mit dabei seid!